Als Menschen bewegen wir uns gleichzeitig auf mehreren inneren Ebenen – Körper, Persönlichkeit, Wesen und Essenz.
Durch Lebens- und Beziehungserfahrungen prägt sich unsere Persönlichkeit aus, und wir entwickeln intelligente Schutzschichten. Sie haben uns gedient. Und sie verstellen uns oft den Zugang zu dem, was wesentlich in uns angelegt ist.
Wenn wir uns diesen Schichten zuwenden und sie durch Körperarbeit und Achtsamkeit einbetten, werden wir integrierter. Gefühle bekommen Raum. Es entsteht die Fähigkeit zu mitfühlendem Kontakt – mit uns selbst und mit anderen. Was reift, ist Integrität: ein Zustand, in dem das, was wir denken, fühlen und tun, nicht mehr auseinanderfällt.
Eine integrierte Persönlichkeit trägt uns nicht nur im Alltag. Sie öffnet einen nachhaltigen Weg in tiefere Dimensionen unseres Bewusstseins.
Wenn Emotionen und innere Anteile ihren Platz finden, wenn der Körper wieder bewohnt und als Ressource verfügbar ist, tritt das Ursprüngliche in den Vordergrund.
Immer mehr Menschen suchen Wege, sich selbst tiefer zu begegnen und alte Muster zu lösen. Mit dieser Bewegung wächst die Verantwortung derer, die solche Prozesse begleiten.
Nachhaltige Transformation braucht mehr als Inspiration. Sie braucht Menschen, die sichere Räume eröffnen — Räume, in denen Körper und Bewusstsein erkannt und integriert werden dürfen.
Dafür bilden wir aus.
Das Institut für Integrative Begleitung ist von der Regierung von Oberbayern als Anbieter beruflicher Bildung anerkannt. Diese Anerkennung wurde auf Grundlage einer fachlichen Prüfung erteilt — und eröffnet dir konkrete Möglichkeiten für deine Ausbildung.
Die Ausbildung Integrative Prozessbegleitung ist nach § 4 Nr. 21 UStG von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie als berufliche Weiterbildung genutzt wird.
Die Regierung von Oberbayern hat Inhalte und Lehrkräfte fachlich geprüft und als berufliche Bildungsmaßnahme anerkannt.
Als berufliche Weiterbildung ist die Ausbildung steuerlich absetzbar.
Prägende und belastende Erfahrungen hinterlassen ihre Spuren nicht primär als Gedanken. Sie hinterlassen sie als körperliche Zustände — als Anspannung, Enge, Taubheit, als Reaktionsmuster, die sich wiederholen, oft jahrzehntelang, unabhängig davon, wie viel der Mensch über sich selbst bereits verstanden hat. Neurowissenschaft und somatische Psychologie zeigen heute klar, was viele aus eigener Erfahrung kennen: Einsicht allein verändert wenig.
Die Arbeit mit dem Körper ist deshalb kein Zusatz zur Begleitung. Sie ist ein eigenständiger Zugang zu dem, was in Gesprächen nicht erreicht werden kann.
In dieser Säule lernst du, somatische Wahrnehmung als professionelles Werkzeug zu entwickeln. Du lernst, Körpersignale zu lesen und zu differenzieren — bei dir selbst und bei den Menschen, die du begleitest. Du erkennst, wann ein Prozess zunächst Regulation braucht, bevor er in Sprache übersetzt werden kann. Und du verstehst, wie unterschiedliche Zustände des Nervensystems die Fähigkeit zur Selbstreflexion und zur Verbindung formen.
Im Zentrum steht Verkörperung — die Fähigkeit, sich selbst wirklich zu bewohnen. Wer geerdet und verankert ist, schafft einen Raum, in dem andere sich halten können.
Wir arbeiten mit etablierten Methoden dieses Feldes: Somatic Experiencing nach Peter Levine, dem Neuro-Affektiven Beziehungsmodell (NARM) nach Laurence Heller, Embodiment-Psychologie, Gestaltarbeit und der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges.
Prozessarbeit ist die Fähigkeit, einem inneren Prozess zu folgen — nicht ihn zu führen, zu erklären oder zu lösen, sondern ihn in seiner eigenen Bewegung zu begleiten und zu vertiefen.
Die Annahme dahinter ist einfach: Menschliche Erfahrungen entstehen nicht zufällig. Sie sind Ausdruck eines inneren Geschehens, das nach Bewusstwerdung drängt. Dieses Geschehen zeigt sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen — es zeigt sich im Körper, in Sprachbildern, in wiederkehrenden Spannungen. Was zunächst wie ein Problem aussieht, ist aus dieser Sicht oft ein Hinweis auf einen Anteil, der gesehen werden will.
Du lernst, emotionale Muster zu erkennen und zu begleiten — nicht um sie zu beseitigen, sondern um ihre innere Logik zu verstehen. Du arbeitest mit Anteilen, mit Scham, mit Widerstand, mit Schutzstrukturen, die einmal überlebensnotwendig waren und heute der Entfaltung im Weg stehen. Du lernst, wahrzunehmen, welche Signale im gegenwärtigen Moment auftauchen — und ihnen Raum zu geben, statt sie aufzulösen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schattenarbeit: dem bewussten Umgang mit dem, was abgespalten, verleugnet oder übersehen wurde. Nicht als Konfrontation. Als Einladung zur Integration.
Diese Arbeit lässt sich nicht aus Büchern lernen. Du durchläufst die Methoden zunächst an dir selbst, bevor du sie als Begleitende:r anwendest. Das ist kein Umweg. Es ist die einzige Grundlage, auf der echte Begleitung steht.
Jede Form tiefer Begleitung setzt eine bestimmte innere Qualität voraus: die Fähigkeit, präsent zu sein. Offen zu sein, ohne die eigene Mitte aufzugeben. Wahrzunehmen, ohne sofort zu bewerten oder zu reagieren. Diese Qualität lässt sich nicht durch Technik erzeugen. Sie wächst aus verkörperter Praxis.
Diese Säule legt das innere Fundament der Ausbildung. Sie arbeitet mit dem, was A. H. Almaas als die direkte Erfahrung des Seins beschreibt — die unmittelbare Erfahrung des eigenen Wesens jenseits von Rollen und Selbstbildern.
Unser Ansatz unterscheidet sich an einer entscheidenden Stelle: Wir behandeln psychologische Prozessarbeit und direkte Bewusstseinserfahrung nicht als getrennte Felder, sondern als zwei Seiten desselben Weges. Das Erforschen innerer Prozesse öffnet den Zugang zu tieferen Schichten des Bewusstseins. Und ein vertieftes Gewahrsein erlaubt eine feinere psychologische Selbstwahrnehmung. Beides bedingt einander.
Gewahrsein ist deshalb mehr als ein spiritueller Zustand. Es ist die zentrale Fähigkeit jeder begleitenden Person — die Grundlage, auf der Selbstwahrnehmung, Regulation und Prozesswahrnehmung erst möglich werden.
Du lernst, Gewahrsein bewusst einzusetzen. In schwierigen Momenten innere Stabilität zu halten. Eigene Reaktionen zu bemerken, bevor sie das Geschehen färben. Einen Raum zu halten, in dem der andere sich wirklich entfalten kann. Und du lernst, wahrzunehmen, wenn sich im Begleitungskontext etwas zeigt, das über das Persönliche hinausweist — Sinnfragen, Grenzerfahrungen, tiefe Stille.
Begleitung beginnt nicht mit Methode. Sie beginnt mit der Qualität der Begegnung selbst.
Menschen verändern sich nicht durch Anleitung. Sie verändern sich durch die Erfahrung, wirklich gesehen zu werden — in dem, was sie fühlen, was sie schützen, was sie noch nicht in Worte fassen können. Diese Erfahrung ist selten. Und sie ist heilsam, lange bevor irgendeine Technik zum Einsatz kommt.
Die Beziehungsforschung der letzten Jahrzehnte hat bestätigt, was erfahrene Begleitende immer wussten: Der wichtigste Wirkfaktor in jeder Form von Veränderungsarbeit ist nicht die Methode, sondern die Beziehung. Wie ein Mensch sich beim anderen fühlt — gehalten, gespürt, ernst genommen — entscheidet darüber, ob Integration möglich wird oder nicht.
In dieser Säule lernst du, was es heißt, eine solche Beziehung herzustellen. Du lernst, feine Dynamiken in der Begegnung wahrzunehmen — Übertragung, Widerstand, Resonanz, die Momente, in denen Kontakt entsteht oder abreißt. Du entwickelst die Fähigkeit, Menschen auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu erfassen: was sie sagen, was ihr Körper zeigt, was zwischen euch im Raum steht. Und du lernst, einen Rahmen zu halten, der trägt — auch dann, wenn das, was sich zeigt, schwer auszuhalten ist.
Was zunächst wie eine Fertigkeit aussieht, wird mit der Zeit zu einer Haltung: aus Klarheit, Mitgefühl und Präsenz heraus zu wirken.
Nicht aus einer professionellen Distanz, sondern aus einer durchlässigen, geerdeten Menschlichkeit.
"Die Ausbildung hat mein Leben tiefgreifend geprägt. Was ich erlebe, geht weit über das Fachliche hinaus – es sind die Beziehungen zu wunderbaren Menschen, vor allem aber die zu mir selbst. Eine bodenständige Spiritualität ohne Dogmen, die mich im Hier und Jetzt verwurzelt und meinen authentischen Weg trägt."
"Kann diese Ausbildung aus der Tiefe meines Herzens empfehlen. Der Raum, der in den sechs Monaten geöffnet wird, ist bodenständig, nährend, bereichernd und wahrhaftig. Ein Raum, in dem du dir und anderen auf einer menschlichen, tiefen und echten Ebene begegnen kannst – und genau das in deiner Arbeit weitergibst."
"Die Ausbildung hat bei mir viel bewegt – in der Beziehung zu mir selbst, meiner Familie, anderen Menschen und meiner Arbeit. Sie verbindet moderne Psychologie, Körperarbeit, östliche Philosophie und Bewusstseinsarbeit auf eine erlebbare, praxisnahe Weise und schafft einen Raum, in dem echte Entwicklung möglich wird."
"Vor zwei Jahren fiel es mir schwer, zur Ruhe zu kommen – heute praktiziere ich täglich stille Meditation. Die Ausbildung hat mir nicht nur einen Zugang zu innerer Stille eröffnet, sondern auch die Fähigkeit, mit anspruchsvollen Emotionen in Kontakt zu treten, sie wahrzunehmen und in mein Leben zu integrieren."
"Bodenständig, echt und realitätsnah. Nicht nur Licht und Liebe, sondern auch für Schatten und Schmerz hat es Platz. Ein Raum, um echt sein zu dürfen – Mensch sein, miteinander auf Augenhöhe. Diese Qualität der Begegnung ist in meinem beruflichen Umfeld selten, und genau deshalb so wertvoll."
"Das Team schafft Räume, in denen wahre Begegnungen möglich sind – mit beeindruckender Präsenz. Ich habe die Zeit, die Gruppe und die Inhalte als sehr tiefgehend und wahr empfunden. Eine klare Empfehlung für alle, die sich wirklich berühren lassen möchten. Ich bin beeindruckt und dankbar."
"Was diese Ausbildung auszeichnet, ist die Verbindung von fundiertem Fachwissen mit gelebter Weisheit. Die Inhalte sind sorgfältig kuratiert, die Vermittlung liebevoll und präzise zugleich. Eine Qualität, die in diesem Feld selten ist – und die ich in meiner eigenen Arbeit täglich spüre und weiterträge."
"In diesem Raum bin ich mir selbst auf eine Weise begegnet, die in anderen Kontexten so nicht möglich gewesen wäre. Die Qualität der Begleitung erlaubt es, ohne Maske präsent zu sein – mit allem, was da ist. Diese Erfahrung von echtem Gesehen-Werden hat meine Beziehung zu mir selbst nachhaltig verändert."
"Diese Ausbildung verbindet Tiefe mit echter Wärme. Durch das Kennenlernen von Wesensstrukturen habe ich verstanden, was Menschen auf einer fundamentalen Ebene miteinander verbindet – und wie ich diese Ebene in meiner eigenen Arbeit zugänglich machen kann. Eine Erfahrung, die mein Verständnis von Begegnung grundlegend verändert hat."
Die Übernachtungen sind im Anmeldepreis nicht inbegriffen und werden über das Haus dazugebucht.
94 € pro Nacht — inkl. Verpflegung
104 € pro Nacht — inkl. Verpflegung
124 € pro Nacht — inkl. Verpflegung
Die Investition für das Grundlagen-Training beträgt 3.490 Euro. Für Teilnehmende, die die Ausbildung als berufliche Weiterbildung nutzen, ist diese gemäß § 4 Nr. 21 UStG von der Umsatzsteuer befreit.
Wir bieten flexible Ratenzahlungsmodelle an, um die Teilnahme zugänglich zu gestalten. Für individuelle Lösungen sprich uns gerne direkt an.