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CONSCIOUS CAMPUS · BLOG

Schattenarbeit: Was wir unbewusst weitertragen

Was wir unbewusst weitertragen, verengt den Kontakt zu uns selbst und anderen. Es verengt auch, was wir überhaupt als möglich wahrnehmen: für unser Leben und für die Welt.

Oft fühlt sich Vergangenheit im Jetzt so wahr und echt an. So existenziell und festgelegt, weil wir Jahrzehnte so gehandelt haben. Weil wir so handeln mussten und es uns gesichert hat.

Wenn Vergangenes unser Handeln bestimmt

Wenn wir aus Identifikation oder altem Schmerz handeln, wiederholen wir häufig das, was weder uns noch anderen dient. Und solange uns das nicht bewusst ist, fühlt es sich einfach an wie wir selbst.

Wir passen uns an, um Bindung zu erhalten. Eine innere Instanz entsteht, die uns sagt, wie wir zu sein haben. Sie hat uns geholfen, mit unserem Umfeld zurechtzukommen. Heute arbeitet sie häufig noch mit alten Informationen.

Schattenarbeit beginnt für mich damit, diese Bewegungen in uns überhaupt wahrzunehmen. Zu erkennen, wann etwas Altes bestimmt, wie wir uns selbst oder einen anderen Menschen erleben.

Weniger gegen uns selbst arbeiten

Wie oft habe ich erlebt, dass unheimlich viel Energie frei wird, wenn etwas wirklich seinen Platz in mir gefunden hat und ich nicht die Energie aufwenden musste, um es innerlich zu bekämpfen, zu verdrängen oder loshaben zu wollen.

Auch den Teil, der urteilt, können wir wieder verurteilen. Dann wiederholen wir auf einer vermeintlich bewussteren Ebene genau das, wovon wir uns lösen wollen.

Gewahrsein kann auch diesen Teil einschließen. Wir müssen ihm nicht folgen, um ihn einschließen zu können. Das macht einen Unterschied: Ich bekomme mit, was in mir geschieht, und kann mich dazu verhalten.

Innere Muster in Beziehung erkennen

Diese Freiheit entsteht selten allein. Wir brauchen das Gegenüber. Einen Menschen, mit dem wir bemerken können, was uns selbst so selbstverständlich erscheint.

Zur Begleitung gehört dabei auch Klarheit. Wenn die innere Stimme uns abwertet, darf sie begrenzt werden: „Stopp. So spreche ich nicht mit anderen und auch nicht mit mir selbst.“

Integration lässt dem, was in uns lebt, einen Platz. Mit genügend Übung kann daraus mehr Wahl entstehen. Wir müssen dann nicht jede vertraute Reaktion wiederholen.

Innere Prozesse begleiten lernen

Wenn du diese Arbeit vertiefen und Menschen im Umgang mit ihren inneren Mustern begleiten möchtest, ist sie Teil unserer Ausbildung in integrativer Begleitung. Dabei begegnen wir auch den eigenen Mustern, die wir in eine Begleitung mitbringen.

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